Schweinfurt

Schweinfurter Altstadt mit Maininsel und Mainlände
© Hajo Dietz Luftbildfotografie

Stadt Schweinfurt
51.563 Einwohner
Oberzentrum

Programm Aktive Zentren seit 2008
Programmgebiet Innenstadt
21,42 ha, 1.078 Einwohner

Die Schweinfurter Innenstadt stellt in der Region das wichtigste Zentrum für Einzelhandel, Dienstleistung, Kultur und Gastronomie dar.

Das Programmgebiet, als Teil der Schweinfurter Innenstadt, wird in den Erdgeschossbereichen von Einzelhandels-, Handwerks- und Gastronomienutzungen sowie in den Obergeschossen von einer überwiegenden Wohnnutzung geprägt.

Umfassender Handlungsbedarf besteht aufgrund:

  • Verkehrlicher Dominanz
  • ungeordneter Stellplatzsituation
  • Gestaltungsdefiziten im öffentlichen Raum, die einer Einzelhandelslage nicht förderlich sind
  • ungegliederter Wohn- und Erschließungsstraßen
  • der nicht zeitgemäßen Außendarstellung des Einzelhandelsstandorts mit fehlendem Marketingkonzept
  • Neuordnungen aufgrund veränderter Anforderungen an Wohnen, Versorgen und Erholung
  • zahlreicher Leerstände in den Obergeschossen

Ausgelobtes Ziel ist es, das Quartier als innerstädtischen Wohn- und Geschäftsbereich nachhaltig zu stärken. Die vorhandene Nutzungsmischung historischer Stadtkerne mit all ihrer Lebendigkeit soll erhalten bleiben, da sie in der Verbindung aus Wohnen, Einkaufen, Dienstleistungen und Gastronomie die Attraktivität der Innenstadt ausmacht.

Aktuell befinden sich folgende Projekte in der Vorbereitung bzw. Umsetzung:

  • Freilegung und Sanierung der Stadtmauer Am Oberen Wall „Samtturm“
  • Umgestaltung Am Zeughaus, westliche Bauerngasse (Zeughausplatz 2.BA
  • Gebäudemodernisierung
  • Partnerschaften zwischen Eigentümern, Gewerbetreibenden, der Stadt Schweinfurt und sonstigen lokalen Akteuren(Verein „Schweinfurt erleben“)
  • Wettbewerb „Altes Gymnasium“ zur Vorbereitung der Sanierung des Städtischen Museums mit angegliedertem Museum „Otto Schäfer“ und Stadtarchiv
  • Freigabe Radverkehr in der Fußgängerzone
  • Grünverbindung Obertor / Theater, Fichtelsgarten 2. BA, Treppenanschluss und Wegeverbindung
  • Fortschreibung des „ISEK“  aus dem Jahr 2007

Eines der herausragenden Projekte der letzten Jahre ist die Sanierung des ehemaligen Zeughauses:

Ehemaliges Zeughaus Außenansicht I
© Christian Schmöger

Im Rahmen der Städtebauförderung wurde auf Grundlage eines Architektenwettbewerbs (Gebäude und Umfeld) das Baudenkmal nach Generalsanierung durch die Stadt Schweinfurt zum „Haus der Familie“ umgebaut. Dienststellen des Jugendamtes der Stadt rund um das Thema „Kinder und Familie“ sowie „Ort der Begegnung“ mit offenen Angeboten und einer Erziehungsberatungsstelle wurden im Februar 2015 ihrer Bestimmung übergeben.

Ehemaliges Zeughaus Innenansicht I
© Christian Schmöger
Ehemaliges Zeughaus Innenansicht II
© Christian Schmöger

Im direkten Umfeld wurde die Umgestaltung des Zeughausplatzes gefördert. Weiterhin mit Mitteln der Städtebauförderung unterstützt wird auch die Umgestaltung des weiterführenden Straßenraums.

Ehemaliges Zeughaus Außenansicht II
© Christian Schmöger
Ehemaliges Zeughaus Außenansicht III
© Christian Schmöger
Ehemaliges Zeughaus Außenansicht IV
© Christian Schmöger

Auch in Schweinfurt zeigt sich, wie solche Leuchtturmprojekte positiv auf den umliegenden Bereich ausstrahlen: Die Stadt konnte vier leerstehende Wohngrundstücke reprivatisieren, die inzwischen (ohne den Einsatz von Städtebauförderungsmitteln) modernisiert werden. Mit dem Einzug einer physiotherapeutischen Praxis wurde zudem ein großer Leerstand beseitigt. Aber auch kleinere Maßnahmen, wie die von der Stadt geförderten Fassadensanierungen, wurden ausgelöst.

Als fachliche Grundlage für die weitere Arbeit dient ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), das vom Planungsbüro UmbauStadt  aus Weimar erstmals 2007 erstellt und 2016 fortgeschrieben wurde.