Aschaffenburg

Luftbild Aschaffenburg
© Hajo Dietz, Nürnberg Luftbild

Stadt Aschaffenburg
69.077 Einwohner
Oberzentrum

Programm Aktive Zentren seit 2008
Programmgebiet Innenstadt
15 ha, 2.300 Einwohner

Die Aschaffenburger Innenstadt stellt in der Region das wichtigste Zentrum für Einzelhandel, Dienstleistung, Kultur und Gastronomie dar.

Das Programmgebiet, als Teil der Aschaffenburger Innenstadt, wird in den Erdgeschossbereichen von Einzelhandels-, Handwerks- und Gastronomienutzungen sowie in den Obergeschossen von einer überwiegenden Wohnnutzung geprägt.

Umfassender Handlungsbedarf besteht aufgrund von:

  • Verkehrsproblemen durch Fremd- und Parksuchverkehr innerhalb der verkehrsberuhigten Bereiche
  • Gestaltungsdefiziten im öffentlichen Raum, die einer Einzelhandelslage nicht förderlich sind
  • verschiedenster Straßenbeläge und teils schlechter Begehbarkeit des Pflasters
  • größerer Brachflächen in zentraler Lage, die vor einer Bebauung in Kooperation mit den Eigentümern neu zu ordnen sind, sowie
  • der nicht zeitgemäßen Außendarstellung des Einzelhandelsstandorts mit fehlendem Marketingkonzept
  • Ruhestörungen, Vandalismus und Verunreinigungen als Negativerscheinungen des breiten gastronomischen Angebots

Ausgelobtes Ziel ist es, das Quartier als innerstädtischen Wohn- und Geschäftsbereich nachhaltig zu stärken. Die vorhandene „bunte Mischung“ soll erhalten werden, da sie in der Verbindung aus Einkaufen, Dienstleistungen und Gastronomie die Attraktivität der Innenstadt ausmacht.

Die bestehenden Probleme können nur durch gemeinsame Tätigkeiten aller Akteure beseitigt werden. Ein Initiativkreis, in dem neben der Stadtverwaltung und dem Projektmanager auch Vertreter der Grundstückseigentümer, Gewerbetreibende und Anwohner mitarbeiten, ist eingerichtet. Auch größere Institutionen wie die Sparkasse und die Volksbank oder die Werbegemeinschaften sind daran beteiligt. 

Gemeinschaftsaktionen zur Förderung der Attraktivität der Innenstadt werden gezielt vorbereitet und umgesetzt. Hierzu zählt die Weihnachtsaktion „Stiefel aus für Nikolaus“ und vor allem die Quartierszeitung „Das Aschaffenburger Leben findet Innenstadt“. Diese dient als Forum, in welchem aktuelle Projekte und Planungen einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt und über historische Hintergründe informiert werden kann. Die Werbegemeinschaften und insbesondere neue Geschäfte nutzen die Zeitung als geeignete und kostengünstige Werbeplattform.

Öffentlich-private Mauerneugestaltung im Feuergäßchen in Aschaffenburg
© Stadtplanungsamt Aschaffenburg

Weitere Ziele sind die gezielte Verbesserung bzw. Barrierefreimachung des Straßenpflasters.  Durch Maßnahmen wie Entsiegelungen, Hofbegrünungen und Balkonanbauten soll das Wohnumfeld attraktiver werden. Maßnahmen für mehr Sauberkeit und Ordnung im öffentlichen Raum unterstützen dieses Ziel. Eine „City-Streife“ wurde eingerichtet, bei der Mitarbeiter vom Ordnungsamt und von der Polizei gemeinsam an den Wochenenden „Streife gehen“. Begleitet von einer Plakataktion konnten so die negativen Auswirkungen der Kneipenlandschaft wie Ruhestörungen, Gewaltvergehen und Verschmutzungen deutlich reduziert werden.


Aktuell befinden sich folgende Projekte in der Vorbereitung bzw. Umsetzung:

  • Neugestaltung Theaterplatz
  • Sanierung Parkanlage „Offenes Schöntal“
  • Förderprogramm zur Wohnumfeldverbesserung
  • Stadtbodenkonzept
  • Spielpunkte in der Innenstadt
  • Freigabe Radverkehr in der Fußgängerzone
  • P&R-Ringbus um die Innenstadt bei Sonderveranstaltungen
  • „Stiefel aus für Nikolaus“ Weihnachtsaktion
  • Neubemalung Feuergässchen
  • Sauberkeitsoffensive Innenstadt
  • City-Streife am Wochenende (Ordnungsamt und Polizei)
  • Nette Toilette
  • Quartierszeitung Innenstadt

Als fachliche Grundlage für die weitere Arbeit dient ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept, das 2010 von der Planergruppe Hytrek, Thomas, Weyell und Weyell aus Aschaffenburg erstellt wurde.